Im Joan and Robert Rechnitz Theater liegt Spannung in der Luft, wenn Arthur Millers The Price die Bühne betritt und die emotionale Wucht seiner Geschichte entfaltet. Unter der Regie von Brandon J. Dirden läuft die Inszenierung vom 7. bis 29. Juni 2025 und nimmt euch mit in eine Welt, in der vergangene Entscheidungen bis in die Gegenwart nachhallen und jede Wahl ihren verdeckten Preis hat. The Price ist nicht einfach ein Theaterstück – es ist eine Reflexion über Vermächtnis, Opfer und den Preis des Loslassens.
Ein Ensemble voller nuancierter Leistungen
Das Ensemble bringt enorme Erfahrung und Tiefe in dieses nachdenkliche Stück. Kevin Isola, der Victor Franz spielt, zeigt eindrucksvoll die emotionale Komplexität eines Mannes, der unter seinen früheren Entscheidungen leidet. Als sein Bruder Walter setzt Karl Kenzler einen packenden Gegenpol – ein ehrgeiziger Mann, der mit Reue ringt.
Andrea Syglowski zeichnet als Esther Franz ein leises, kraftvolles Porträt von Loyalität und persönlicher Freiheit. Peter Van Wagner verkörpert Gregory Solomon und bringt mit seiner weise anmutenden Präsenz Ruhe in das Drama. Mit ihrem Background aus Broadway und Off-Broadway schaffen alle Darsteller*innen gemeinsam ein unvergessliches Erlebnis.
Hinter den Kulissen: Die Atmosphäre entsteht
Doch nicht nur das Spiel prägt die Aufführung: Das Kreativteam gestaltet eine durch und durch immersive Welt. Germán Martínez‘ Sounddesign webt eine vielschichtige Klanglandschaft, die das emotionale Gewicht der Szenen verstärkt. Karen Perrys Kostüme verraten subtil die Vergangenheit der Figuren, jedes Teil erzählt seine eigene Geschichte. Komponist Jason Yeager, der erstmals für die Bühne arbeitet, bereichert die Produktion mit einem jazzinspirierten Score und verleiht den untergründigen Gefühlen zusätzliche Tiefe.
Ein Erlebnis, das über die Bühne hinausgeht
Das Two River Theater bietet jedoch mehr als nur ein Stück. Am 11. Juni spricht Intendant Justin Waldman in einem persönlichen Gespräch mit Regisseur Brandon J. Dirden und gewährt Einblicke in den kreativen Prozess der Inszenierung. Zusätzlich sammelt das Theater im Rahmen eines Outreach-Programms Spenden für lokale Non-Profits und stellt barrierefreie Vorstellungen bereit. Pay-what-you-wish-Tickets am 7. und 8. Juni sorgen dafür, dass wirklich jede*r dieses Meisterwerk erleben kann.
„The Price“ erinnert eindringlich an die emotionalen Kosten, die wir tragen, und hinterlässt ein immersives Erlebnis, das lange nach dem letzten Vorhang nachklingt.

